Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.

Karlsruher Informatiker erhält Südwestmetall Förderpreis

Erstellt am: 04/15/2016

Der Karlsruher Informatiker Dr.-Ing. Gerhard Kurz ist einer von neun Nachwuchswissenschaftlern aus Baden-Württemberg, denen am Mittwoch in einer feierlichen Veranstaltung in Stuttgart der Förderpreis des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall verliehen wurde.

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Der 29-jährige erhielt die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Dissertation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zum Thema „Directional Estimation for Robotic Beating Heart Surgery“. Seit Februar 2012 ist Kurz wissenschaftlicher Mitarbeiter am KIT. Hier arbeitet er am Institut für Anthropomatik und Robotik, das beim Lehrstuhl für Intelligente Sensor-Aktor-Systeme (ISAS) angesiedelt ist. Seine Forschungsgebiete sind roboterassistierte Chirurgie, Richtungsstatistik und Schätztheorie.

Mit dem Förderpreis würdigt Südwestmetall herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses an den neun baden-württembergischen Landesuniversitäten. An jeder Universität wird ein mit 5.000 Euro dotierter Südwestmetall-Förderpreis ausgelobt. Die Preise werden jährlich auf Vorschlag der Universitäten für wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

Damit auch zukünftig solche herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten entstehen, bedürfe es der richtigen Rahmenbedingungen für die Sicherung des Wissenschaftsstandortes, betonte der Südwestmetall-Vorsitzende Dr. Stefan Wolf bei der Preisverleihung in Stuttgart. „Baden-Württemberg ist das erfolgreichste Land bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung der Spitzenforschung und sollte es auch bleiben. Schnelle politische Klarheit über die Rahmenbedingungen der Fortführung der Exzellenzinitiative ist daher immens wichtig.“

Nach Ansicht von Wolf ist der Hochschulfinanzierungsvertrag ‚Perspektive 2020‘ mit der Erhöhung der Grundfinanzierung ein bedeutender Meilenstein für die breite universitäre Ausbildung. „Nun kommt es darauf an, dass diese mittelfristige Sicherung des baden-württembergischen Wissenschaftssystems verstetigt und den Hochschulen eine langfristige Planungsperspektive gegeben wird“, so der Verbandsvorsitzende. Hierbei sei die langfristige Kopplung der Mittelvergabe an transparente Leistungs- und Qualitätskriterien für die Hochschulen der richtige Weg.

Des Weiteren seien funktionierende und vertrauensvolle Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen von herausragender Bedeutung, betonte Wolf. Neben solchen Innovationspartnerschaften brauche es aber auch eine Gründerkultur an den Hochschulen. „Ein Landesprogramm ist dringend notwendig, das Ausgründungen unterstützt sowie junge Hochschulabsolventen und Wissenschaftler ermutigt und ertüchtigt, den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit zu wagen“, erklärte Wolf.

Nach Auffassung der Metallarbeitgeber muss zudem der digitale Wandel an den Hochschulen noch breiter ankommen. „Die Hochschulen müssen dabei unterstützt werden, Didaktik, Curricula und Lehrorganisation weiterzuentwickeln, damit Studierende bestmöglich für eine Erwerbstätigkeit in der ‚Wirtschaft 4.0‘ ausgebildet werden“, forderte der Verbandsvorsitzende.

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Datum: 22.1.2018

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